Innere Mission München

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04. Oktober 2017

Innere Mission München schreibt Karl-Buchrucker-Preis aus

Insgesamt 11.000 Euro Preisgeld für Beiträge über soziale Themen

Zum achtzehnten Mal schreibt die Innere Mission München, der größte evangelische Rechtsträger diakonischer Arbeit im oberbayerischen Raum, den Karl-Buchrucker-Preis aus. Prämiert werden Beiträge aus den Bereichen Print, Hörfunk, Fotografie und Fernsehen bzw. Video-Produktionen sowie journalistische Formen aus dem Internet.

Ausgelobt wird auch wieder ein spezieller Themenpreis, dessen Fokus in diesem Jahr darauf liegt, unter welchen Rahmenbedingungen Kinder und Jugendliche heutzutage nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern aufwachsen - und was dies für Auswirkungen auf ihre Zukunft hat.

Neben dem mit 5.000 Euro dotierten Karl-Buchrucker-Preis gibt es einen Förder-Preis für junge Journalisten sowie den Themen-Preis, die beide mit je 3.000 Euro dotiert sind. Ziel des Preises ist es, den Stellenwert sozialer Arbeit in der Öffentlichkeit zu fördern. Prämiert werden journalistische Beiträge, die sich in besonderer Weise mit sozialen und diakonischen Themen beschäftigen. Namhafte Experten aus den Bereichen Publizistik, Kunst, Kirche und Medien bilden die Jury.

Pfarrer Günther Bauer, Vorstand der Inneren Mission München, hofft auf zahlreiche Bewerbungen in den verschiedenen Kategorien: "Zum einen möchten wir mit dem Karl-Buchrucker-Preis gezielt den Nachwuchs fördern und zum anderen auf Themen aufmerksam machen, die im journalistischen Tagesgeschäft sonst leider oft untergehen." Insgesamt hoffe die Jury nun auf "viele Bewerbungen mit ungewöhnlichen Themen, Formen und Formaten".

Als besonders wichtig erachtet die Innere Mission die Frage, vor welchem sozialen, wirtschaftlichen und psychischen Hintergrund Kinder und Jugendliche aufwachsen. Die Bandbreite sei dabei sehr groß: "Manche Kinder werden von Helikopter-Eltern geradezu überbehütet, andere verwahrlosen auf der Flucht vor Krieg, Tod und Elend." Zudem seien Bildungschancen nach wie vor sehr ungerecht verteilt; dies wirke sich auch auf die Zukunftschancen aus. "So wie sich ein Aufwachsen in einem geordneten und liebevollen Elternhaus positiv niederschlägt, werden auch prekäre Familiensituationen vererbt." Besonders bedrückend sei es, das beispielsweise auch in einer wohlhabenden Stadt wie München die Zahl der Kinder zunehme, die mit ihren Familien in einer Unterkunft für Wohnungslose leben müssten.

Eingereicht werden können Beiträge aus den Bereichen Print, Hörfunk, Video, Neue Medien, dokumentarische Fotografie sowie Fernsehen, die einen Bezug zu München, dem Sitz der Inneren Mission, haben müssen (Ort der Handlung bzw. der Ausstellung, Sitz von Verlag oder Sender, etc.). Einsendeschluss ist der 10. Januar 2018; die Beiträge müssen im Jahr 2017 veröffentlicht worden sein. Für den Förder-Preis gilt aktuell der Geburtsjahrgang 1984 als Obergrenze. Die Preisverleihung findet am 26. März 2018 statt.

Weitere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten unter Telefon: 089 / 12 69 91-121 oder im Internet unter www.karl-buchrucker-preis.de. Bewerbungen an: Innere Mission München, Karl-Buchrucker-Preis, Landshuter Allee 40, 80637 München.

Klaus Honigschnabel

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