Innere Mission München

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19. Mai 2017

„Diakonische Ökonomie ist immer am Gemeinwohl orientiert“

Hans Rock als drittes Vorstandsmitglied bei der Inneren Mission München feierlich eingeführt

Im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Christuskirche ist Hans Rock in sein Amt als drittes Vorstandsmitglied der Inneren Mission München feierlich eingeführt worden.

Der 50-jährige Diplom-Kaufmann verantwortet künftig - neben den für das operative Geschäft nach wie vor zuständigen Vorstandsmitgliedern Günther Bauer (Geschäftsbereich München) und Wilfried Knorr (Geschäftsbereich Herzogsägmühle) - bereichsübergreifend die Zentralen Dienste und Finanzen des Diakonie-Unternehmens. Damit sollen die Tätigkeiten in beiden Geschäftsbereiche möglichst vereinheitlicht werden.

Höchstmaß an wirksamen Hlfen

Da es diese Position bisher in dieser Funktion noch nicht gab, freue er sich sehr auf die neuen Gestaltungsfelder, sagte Rock bei der Einführung. Beide Geschäftsbereiche haben mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen bislang "exzellente Lösungen gefunden und bieten ein Höchstmaß an wirksamen Hilfen an".

Dennoch sei es notwendig, "die Führungsstruktur der Unternehmensgruppe nicht an gestern und heute auszurichten, sondern an morgen oder übermorgen". Wichtig für die Arbeit sei neben allen Prognosen über demographische, rechtliche und fiskalische Rahmenbedingungen die innere Haltung und dazu brauche es "Courage und Glaubwürdigkeit, Fairness, Achtsamkeit und einen bedingungslos würdevollen Umgang mit allen Menschen".

Kompass für den Einsatz begrenzter Ressourcen

Pfarrer Günther Bauer, Vorstand des Münchner Bereichs, sagte in seiner Ansprache, auch wenn Diakonie unter dem Diktat knapper Kassen arbeiten müsse, dürfe "Ökonomie nicht der wichtigste Bereich des Lebens" sein.

Maßstab für wirtschaftliches Handeln müsse stets "die Orientierung an den Bedürfnissen von Armen, Hungernden, Rechtlosen, Kranken und Schwachen" sein. Bauer wörtlich: "Diakonische Ökonomie ist immer am Gemeinwohl orientiert." Christlicher Glaube sei der Kompass für den Einsatz begrenzter Ressourcen.

Beitrag zur Zukunftssicherung des Diakonie-Unternehmens

Für den Aufsichtsrat der Inneren Mission wünschte Friederike Fromholzer dem neuen Vorstandsmitglied einen guten Start. Als Finanzvorstand trage Rock wesentlich zur Zukunftssicherung des Diakonie-Unternehmens bei. Der harte Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter und Mittel stelle dabei eine große Herausforderung dar.

Mitarbeitervertreter Klaus Winters warb ebenfalls für gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand. "Wir sind froh, in einem gesunden Unternehmen zu arbeiten, in dem wir keine Angst um unsere Zukunft haben müssen."

Zahlreiche Funktionen in Herzogsägmühle

Hans Rock kennt die Innere Mission bereits seit 15 Jahren: War er anfangs bereichsübergreifend für Innenrevision und Organisationsentwicklung tätig, übernahm er im Laufe der Jahre dann im Geschäftsbereich Herzogsägmühle zahlreiche Funktionen.

Zuletzt war er Referent für Unternehmensentwicklung und Wirtschaft, Geschäftsführer der Beschäftigungsinitiative Landsberg gGmbH und leitete die Fachbereiche Arbeit und Wohnen für Menschen mit Behinderung; seit 2010 fungierte er zudem als stellvertretender Direktor des Diakoniedorfes im Pfaffenwinkel.

Größter diakonischer Träger in Oberbayern

In München und Herzogsägmühle sind insgesamt rund 4.500 hauptamtliche Mitarbeitende tätig; der gemeinsame Jahresumsatz beträgt etwa 250 Millionen Euro. Die Unternehmensgruppe Innere Mission München ist damit der größte diakonische Träger in Oberbayern.

Zur Muttergesellschaft gehören zahlreiche Tochterunternehmen wie die Beschäftigungsinitiative Landsberg am Lech, die diakonia Dienstleistungsbetriebe, das Evangelische Hilfswerk München, die Hilfe im Alter, die Kinderhilfe Oberland, die i&s Pfaffenwinkel gGmbH sowie die Selbstbestimmung fördern GmbH.

Im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Christuskirche ist Hans Rock in sein Amt als drittes Vorstandsmitglied der Inneren Mission München feierlich eingeführt worden.

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