Innere Mission München

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Stabwechsel an der Spitze der Lore-Malsch-Stiftung

Zwei „Aktivsenioren“ übergeben die Geschäfte an Jüngere

An gleich zwei wichtigen Positionen der zur Diakonie gehörenden Lore-Malsch-Stiftung in München-Hohenbrunn hat sich eine personelle Veränderung ergeben.

Neuer Stiftungs-Vorstand ist der in München und Starnberg tätige Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dieter Probst, der das Amt von Gerdi Gschwendner übernimmt. An der Spitze des Kuratoriums folgt auf den ehemaligen Münchner Stadtdekan Hans-Dieter Strack Rechtsanwalt Volker Schramm. Sowohl Gschwendner als auch Strack übten ihre ehrenamtliche Tätigkeit rund zehn Jahre aus. Strack bekam für seine Verdienste das Goldene Kronenkreuz überreicht, die höchste Auszeichnung, die die Diakonie in Deutschland vergeben kann.

Zahlreiche Festredner würdigten bei einer Feierstunde im nach der Stifterin Lore Malsch benannten Evangelischen Pflegezentrum die Verdienste der beiden. Erster Bürgermeister Stefan Straßmair sagte, anfangs sei es nicht ganz einfach gewesen, die Strukturen der Stiftung und der Heimbetreiber zu durchblicken. Nach dem von Gschwendner und Strack initiierten Betreiberwechsel zur Hilfe im Alter, einem Tochterunternehmen der Inneren Mission München, gehe es jedoch bergauf: „Mit dem neuen Träger sehe ich klare Linien, Pläne und Planungen werden erfüllt.“

Kuratoriumsvorsitzender Volker Schramm bezeichnete beide als „Aktivsenioren“: Gerdi Gschwender habe mit „viel Knowhow und einer sehr freundlichen, selbstbewussten und engagierten Art die Geschäfte der Stiftung kritisch und mit viel Würde begleitet“. Zu ihren Hauptaufgaben zählten dabei die Klärung der Finanzen, die Buchhaltung sowie die Aufstockung des Pflegezentrums auf derzeit rund 200 Plätze. Schramm wörtlich: „Sie sind eine Frau der Tat, bei Ihrem über alle Maßen engagiertem Einsatz haben Sie die Interessen der Heimbewohner immer vorbildlich vertreten.“

Seinem Amtsvorgänger Hans-Dieter Strack attestierte Kuratoriumsvorsitzender Schramm, „eine brillante Persönlichkeit zu sein“, der pointierte Reden halten und religiöse Themen „ohne großes Brimborium“ ansprechen konnte. Während seiner zehnjährigen engagierten Tätigkeit sei er zugleich wichtiger Gegenpol und gute Ergänzung zum Stiftungsvorstand gewesen. Das Bündnis mit der Hilfe im Alter sei zum Wohle aller.

Günther Bauer, Vorstand der Inneren Mission München, bezeichnete den doppelten Stabwechsel als etwas „ganz Besonderes“ – auch wenn das die Bewohner des Pflegezentrums die Auswirkungen letztlich gar nicht mitbekommen sollten: „Die Stiftung arbeitet mit ihren Gremien eher im Hintergrund und ermöglicht es, dass wir hier gute Pflege machen.“

Die 1968 verstorbene Unternehmerin Lore Malsch hatte ihr Erbe einer Stiftung vermacht, mit der Maßgabe, dass diese die Altenpflege „südlich der Donau“ fördere. Das nach der Stifterin benannte Pflegezentrum umfasst rund 200 Plätze und wird seit längerer Zeit umfassend saniert, weshalb die Belegung aktuell reduziert ist.

 

Klaus Honigschnabel

Neu an der Spitze der Lore-Malsch-Stiftung in München-Hohenbrunn: Stiftungsvorstand Dieter Probst (l.) und Kuratoriumsvorsitzender Volker Schramm.
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