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„Es muss Schluss sein mit der Symbolpolitik: 1,0 statt 0,1 Prozent!“

26. April 2012
Auf die hohe Qualität der Pflege in den Einrichtungen der Münchner Diakonie – trotz erschwerter Rahmenbedingungen – hat Günther Bauer, Vorstand der Inneren Mission, hingewiesen.

Damit nahm er auch Bezug auf den 3. Pflege-Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK). „Wenn alle – und nicht nur die Einrichtungen und Träger – ihre Hausaufgaben machen würden, dann hätten wir alle bessere Bedingungen im Angebot“, sagte er.

So seien die Leistungen der Pflegeversicherung für den stationären Bereich auf dem Niveau von 1995 geblieben – und hätten somit rund 25 Prozent an Wert verloren, kritisierte Bauer. „Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Pflegekräfte gestiegen.“ Immer mehr ältere Menschen kämen für eine immer kürzere Zeit ins Altenheim: „Rund 60 Prozent von ihnen leiden an Demenz, dazu kommen oft noch andere Krankheiten.“ Außerdem nehme die Verwaltung immer mehr Zeit in Anspruch. „Bei der Erhöhung der Beiträge zur Pflegeversicherung um 0,1 Prozent stimmen die Zahlen – die Eins müsste aber vor dem Komma stehen“, sagte Bauer. „Es muss Schluss sein mit der Symbolpolitik.“

Als „Schlag ins Gesicht für die Pflegekräfte“ bezeichnete Gerhard Prölß, Geschäftsführer der Hilfe im Alter, die negative Berichterstattung über die Ergebnisse des 3. Pflege-Qualitätsberichts des MDK: „Sie müssen sich für ihre gute Arbeit sogar entschuldigen und werden dafür an den Pranger gestellt.“

Die Personalausstattung in den Alten- und Pflegeheimen sei in den letzten Jahren sogar gesunken, weil der MDK die Bewohner vermehrt systematisch in niedrigere Pflegestufen einordne. Gerade im Demenzbereich werde die Pflegebedürftigkeit nicht aufgefangen: „Wir haben Bewohner, die Demenz und Psychosen haben und zuhause nicht mehr versorgt werden können – und trotzdem nur Pflegestufe 1 haben.“ Derzeit sind in den Heimen der Hilfe im Alter 40 Prozent der Bewohner jeweils in Pflegestufe 1 oder Pflegestufe 2 eingruppiert, 20 Prozent haben Pflegestufe 3.

„Eine Sturzrate von null Prozent wird es nie geben“, sagte Günther Bauer zu der Kritik des MDK an den Fixierungen in Alten- und Pflegeheimen. „Denn diese ließe sich nur durch dauerhafte Fixierung und totale Immobilität erreichen.“ Hier setzen die Einrichtungen der Hilfe im Alter unter anderem auf aktivierende Pflege und individuelle Konzepte – zum Beispiel auf extra niedrige Betten statt Bettgitter – um Stürze zu vermeiden. So sei nur bei 3,45 Prozent der Bewohner aller sieben Alten- und Pflegeheime eine richterliche Genehmigung für ein Bettgitter, Vorsatztisch oder Bauchgurt am Rollstuhl erforderlich. Der MDK hatte einen bundesweiten Durchschnitt von rund 20 Prozent ermittelt.

Den Widersinn mancher Regelungen kritisierte Frank Chylek, Leiter des Leonhard-Henninger-Hauses im Westend, das der MDK bei seinem jährlichen Besuch im Januar mit der Note 1,0 bewertet hatte: So würden die Krankenkassen eine Wechseldruckmatratze, die Wundlegen vorbeugen sollen, erst bezahlen, wenn der Patient schon davon betroffen sei. Deshalb habe seine Einrichtung aus eigenem Budget drei dieser Matratzen zum Stückpreis von 3000 Euro angeschafft.

Bei der Medikamentengabe – ein weiterer Kritikpunkt des Pflege-Qualitätsberichtes des MDK – seien die Einrichtungen nur die ausführende, die Ärzte aber die anordnende Instanz“, sagte Gerhard Prölß. Oftmals würden die niedergelassenen und die Fachärzte untereinander nicht kommunizieren und sogar kontraproduktive Medikamente verschreiben. Deshalb gebe es in einige Einrichtungen der Hilfe im Alter Gespräche mit Ärzten und Pflegekräften, um die Medikamentengabe sinnvoll zu regeln. In einer Einrichtung sei es außerdem gelungen, bei einem Großteil der demenzkranken Bewohner durch aktivierende Maßnahmen Medikamente ganz abzusetzen.

Neben dem Pflege-Qualitätsbericht bewertet der MDK seit 2008 in jährlichen Transparenzberichten die einzelnen Alten- und Pflegeheime. Seit Beginn der Überprüfungen sind die Noten der sieben Alten- und Pflegeheime der Hilfe im Alter jeweils besser als der bayerische Durchschnitt; dieser liegt derzeit bei 1,5.

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt: Die Alten- und Pflegeheime der Hilfe im Alter erhalten stets sehr gute Noten vom MDK.

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt: Die Alten- und Pflegeheime der Hilfe im Alter erhalten stets sehr gute Noten vom MDK.
Ansprechpartner: Gerhard Prölß
Telefon: 12 69 91 131

Nachricht verfasst von: Isabel Hartmann


Einrichtung: Geschäftsstelle Hilfe im Alter gemeinnützige GmbH


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