Innere Mission München

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Intensivpädagogische Angebote

Willkommen

Die Intensivpädagogischen Wohngruppen Sinzinger Hof, Wattenham und Froschkern sind für Kinder und Jugendliche gedacht, die komplexe Störungen entwickelt haben und durch besonders problematische Verhaltensweisen sowie Schulprobleme auffallen. Außerdem sind vorhergegangene Jugendhilfemaßnahmen gescheitert. Der Sinzinger Hof und Froschkern nehmen Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren auf, im Haus in Wattenham wohnen Kinder ab dem Grundschulalter bzw. in der Kleinstwohngruppe Wattenham Kinder ab vier Jahren.

Wem wir helfen

Unsere intensivpädagogischen Wohngruppen stehen Kindern und Jugendlichen offen, die sehr ausgeprägte Störungen entwickelt haben. Meist fallen sie durch aggressives, oppositionelles und dissoziales Verhalten auf und haben eine niedrige Frustrationstoleranz. Eine Heilpädagogische Wohngruppe ist nicht mehr der richtige Ort für sie.

Wir nehmen Kinder und Jugendliche auf, wenn sie sich über lange Zeit geweigert haben, die Schule zu besuchen, wenn sie ausgeprägte Schulprobleme haben, wenn sie aufgrund von Auffälligkeiten nicht eingeschult werden können oder wenn die Situation im bisherigen Wohnumfeld eskaliert. Auch bei groben Verstößen gegen die Haus- oder Gruppenordnung oder verschärften Konflikten in anderem Wohngruppen finden die Kinder und Jugendlichen bei uns ein neues Zuhause. Zudem arbeiten wir mit Kindern und Jugendlichen, deren Störungen an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Psychiatrie angesiedelt sind.

Was wir erreichen wollen

  • Wir wollen verhindern, dass die Jugendhilfemaßnahme scheitert.
  • Der junge Mensch und seine Familie sollen lernen, vorhandene Fähigkeiten besser einzusetzen und Selbsthilfestrategien anzuwenden.
  • Wir arbeiten mit den Kindern und Jugendlichen daran, ihre Störungen und Entwicklungsdefizite zu überwinden.
  • Wir fördern die Beziehungs- und Konfliktfähigkeiten.
  • Die Kinder und Jugendlichen sollen ein angemessenes Lernverhalten einüben, sodass sie wieder zur Schule gehen oder eine Ausbildung beginnen können.
  • Die jungen Menschen sollen eine neue Lebensperspektive gewinnen.
  • Im Rahmen der Nachsorge arbeiten wir an psychiatrischen Störungen.

Wie wir arbeiten

  • In den intensivpädagogischen Wohngruppen gibt es eine sehr enge Tagesstruktur.
  • Die Kinder und Jugendlichen erhalten intern oder extern Unterricht oder werden auf ihre Ausbildung vorbereitet.
  • Die Freizeit wird gemeinsam mit den jungen Menschen gestaltet, zum Beispiel arbeiten sie in der Holzwerkstatt oder im Garten, pflegen Tiere und führen Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten durch.
  • Wir organisieren sport- und erlebnispädagogische Projekte.  
  • Täglich finden Einzel- und Gruppengespräche statt.
  • Wir setzen Deeskalationstrainings und Antiaggressionsprogramme ein.  
  • Therapeuten begleiten die Kinder und Jugendlichen intensiv.
  • Um Krisen zu entschärfen, führen wir Einzelaktionen mit räumlicher Trennung von der Gruppe durch.
  • Eltern und Bezugspersonen beraten wir professionell.
  • Wir arbeiten eng mit Schulen, Ärzten, Kliniken und Jugendämtern zusammen.

Traumatherapeutische WG NIDO

WILLKOMMEN

Die Traumatherapeutische Wohngruppe "NIDO" (italienisch: Nest) ist für sieben Kinder und Jugendliche ab dem Alter von 8 Jahren konzipiert, die aufgrund ihrer traumatisierenden Lebenserfahrungen multiple und komplexe Auffälligkeiten und Traumafolgestörungen entwickelt haben.

Wir nehmen Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Traumafolgestörungen nicht in der Lage sind ihren Lebensalltag alleine zu bewältigen, in unserer Wohngruppe auf. Die Kinder und Jugendlichen benötigen einen "sicheren Ort", an dem sie zur Ruhe kommen, neue Bindungserfahrungen machen, Erlebtes aufarbeiten und mit traumapädagogischer und traumatherapeutischer Unterstützung ihre Selbstwirksamkeit zurückerhalten können.

Traumatherapeutische Wohngruppe "NIDO" in Parsdorf

Die Wohngruppe ist in einem freistehenden Einfamilienhaus mit großem Garten beheimatet und befindet sich in Parsdorf, welches zur Gemeinde Vaterstetten im Landkreis Ebersberg gehört.

Sieben Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren werden hier in individuell gestalteten Einzelzimmern und einem vielfältig nutzbaren Raumangebot untergebracht und betreut.

Das Raumangebot besteht neben den Kinderzimmern, welche einen "Sicheren Ort" bieten sollen, aus einem Ess- und Wohnzimmer, einer Küche, einem Kreativ- und Bewegungsraum, einer kleinen Werkstatt, einem Freizeit-, Spiel-, und Sinnesgarten mit verschiedensten Möglichkeit der Freizeitgestaltung und der Ressourcenaktivierung. Abgeschlossen wird das Raumangebot durch einen eigenen Therapiebereich, in dem die wöchentlichen Einzelstunden und traumatherapeutischen Stunden stattfinden.

Wem wir helfen

Das traumatherapeutische und traumapädagogische Setting der Wohngruppe richtet sich an Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer frühkindlichen, massiven und zum Teil mehrfach erlebten traumatischen Lebens- und Beziehungserfahrungen multiple und komplexe Auffälligkeiten und Traumafolgestörungen entwickelt haben, welche in Qualität und Quantität anders bzw. stärker ausgeprägt sind als bei Kindern und Jugendlichen in heilpädagogischen und intensivpädagogischen Wohngruppen und welche einer in den Alltag integrierten Therapie bzw. Traumatherapie und Traumapädagogik bedürfen.

Die Traumatisierung und deren Folgestörungen hindern die Kinder und Jugendlichen zum Zeitpunkt der Aufnahme an einem geregelten Alltag ohne Einschränkungen teilnehmen zu können, z.B. dem selbständigen Schulbesuch, der eigenständigen Teilnahme an sportlichen Angeboten innerhalb eines Vereins oder aber auch am eigenständigen Besuch von Förder- und Therapieangeboten. Die Kinder und Jugendlichen sind durch ihre schwerwiegenden Erfahrungen in einem hohen Maß auf stabile, verlässliche und vorhersehbare Maßnahmen/Interventionen und Beziehungsangebote innerhalb der Einrichtung angewiesen. Sie müssen in vielen alltäglichen Belangen unterstützt, begleitet, geschützt und gefördert werden, z.B. wird die Schulbegleitung durch die personellen Ressourcen der Wohngruppe übernommen, da die Sicherstellung des Sicheren Orts auch auf die außenliegenden Orte übertragen werden muss. Der Abbau von Ängsten und die Stabilisierung erfolgt somit durch die bereits vertrauten und verlässlichen pädagogischen Fachkräfte der Wohngruppe. Somit ist auch eine traumasensible Arbeit mit dem jeweiligen Setting, z.B. Schule, möglich.

Was wir erreichen wollen

  • Schaffung eines realen "sicheren Orts"

  • Stärkung der Kinder und Jugendlichen und Schaffung von Ressourcen und positiven Lebens- und Alltagserfahrungen

  • Neue Bindungserfahrungen und das Erleben von einem konstanten und verlässlichen Beziehungsangebot

  • Verstehen das ihr Verhalten normal ist

  • Erreichen einer Steuerungs- und Handlungsfähigkeit und einer bewussten Selbstregulation

  • Reduzierung von Triggern, Flashbacks usw. Schutz vor Retraumatisierung

  • Herstellung einer Lebensperspektive

  • Vertrauen in sich und ihre Umgebung zurückerhalten

Wie wir arbeiten

Die Kinder werden durch den erhöhten Personalschlüssel in allen Belangen situations- und bedarfsgerecht betreut und gefördert. In der Wohngruppe sorgt eine klare, strukturierte, vorhersehbare, aber auch einladende und partizipative pädagogische Haltung und Struktur im Alltag für eine selbstwirksame Einbindung der Kinder und Jugendlichen.

Die Kinder sollen durch die vielfältigen Einzel- und Gruppenangebote (z.B. kunsttherapeutische Angebote, Sport- und Bewegungsangebote, Sinnesübungen u.v.m.) die Möglichkeit erhalten, ihre Stärken und Ressourcen zu erkennen, aufzubauen und zu intensivieren.

Bei Bedarf werden die Kinder auch im schulischen Setting von einer der Fachkräfte aus dem pädagogischen Team begleitet, damit der Schulbesuch auch in psychisch instabilen Phasen sichergestellt werden kann. Die Teilnahme am Alltag soll damit sichergestellt werden. Ist ein Schulbesuch kurzfristig nicht möglich, werden die Kinder und Jugendlichen vormittags durch pädagogische, psychologische und therapeutische Angebote versorgt und auf einen Wiedereinstieg in den Alltag vorbereitet.

Die Elternarbeitet findet in einer verbindlichen, aber auch individuellen Form im nahe gelegenen Stammhaus der Einrichtung statt. Zudem gibt es das Angebot einer offenen Eltern- bzw. Angehörigensprechstunde.

Hierzu wird durch das geschulte und ausgebildete Personal unter traumapädagogischen Aspekten gearbeitet und durch das psychologische Fachdienstteam Einzelstunden und Traumatherapie angeboten.

Zudem wird die Wohngruppe über eine Kinder- und Jugendpsychiaterin und deren Konsiliardienst versorgt und betreut. Es finden regelmäßige Hausbesuche in der Wohngruppe statt.

Wir arbeiten eng mit allen an der Hilfe beteiligten Personen zusammen z.B. Ärzten, Schulen, Kliniken, Verwandten, Jugendämtern.

 

Kontakt:

Anja Gschwender (Bereichsleitung)

Tel.: 089/991920-48

Email: agschwender(at)im-muenchen.de

Wohngruppe Sinzinger Hof & Kleinstgruppe

 

Die Wohngruppe ist in einem freistehenden Bauernhaus bei Schnaitsee im Landkreis Traunstein untergebracht. Sieben Kinder und Jugendliche ab dem Hauptschulalter wohnen hier in individuell gestalteten Einzelzimmern. Die Bewohner teilen sich großzügige Gemeinschaftsräume sowie Therapie- und Schulräume. Das Außengelände ist acht Hektar groß, es gibt einen Garten mit Obstbäumen, einen Bolzplatz, ein Nebengebäude mit Werkstatt und die Möglichkeit Tiere zu halten. Der Sinzinger Hof liegt eine Autostunde von München entfernt.

In einem Neubau (frühere Scheune) auf demselben Grundstück wie die Intensivpädagogische Wohngruppe Sinzinger Hof ist die Intensivpädagogische Kleinstgruppe untergebracht. Hier können vier Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren aufgenommen werden. Die Kinder wohnen in individuell ausgestalteten Zimmern und teilen sich einen großzügigen Gemeinschaftsraum sowie Therapie-, Bewegungs- und Schulräumlichkeiten. Der große Garten und das gesamte Gelände bieten vielfältige Möglichkeiten für Aktionen, Alltagsaktivitäten und Freizeitmaßnahmen.

 

Kontakt:

Ann-Katrin Lutschewitz (Bereichsleitung)

Telefon: 089/991920-30

Email: alutschewitz(at)im-muenchen.de

 

Weitere Informationen finden Sie auch in dem Flyer zum Sinzinger Hof >>.

Wohngruppe Wattenham & Kleinstgruppe Seeon

In einer ehemaligen Pension in sehr ländlicher Lage bei Seeon-Seebruck im Landkreis Traunstein ist die intensivpädagogische Wohngruppe Wattenham beheimatet. Sieben Kinder ab dem Grundschulalter wohnen hier überwiegend in Einzelzimmern und teilen sich großzügige Gemeinschafts- sowie Therapie- und Förderräume. Zum Haus gehört ein großes Außengelände und der angrenzende Wald bietet ebenfalls Platz für viele Aktivitäten. Das Haus Wattenham liegt eine Autostunde von München entfernt.

In einer Einliegerwohnung auf demselben Grundstück wie die Intensivpädagogische Wohngruppe Wattenham ist die Intensivpädagogische Kleinstgruppe Seeon untergebracht. Hier können drei Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren aufgenommen werden. Die Kinder wohnen in individuell ausgestalteten Zimmern und teilen sich einen großzügigen Gemeinschaftsraum sowie Therapie- und Schulräumlichkeiten. Der große Garten bietet vielfältige Möglichkeiten für Aktionen, Alltagsaktivitäten und Freizeitmaßnahmen.

Kontakt:

Anja Gschwender (Bereichsleitung)

Telefon: 089/991920-48

Email: agschwender(at)im-muenchen.de

 

BITTE BEACHTEN SIE:

Die Telefonnummer der Wohngruppe Wattenham hat sich verändert. Sie erreichen die Wohngruppe nun unter der Nummer: 08624/87904-0

Wohngruppe Froschkern

Die Wohngruppe Froschkern ist in einem Haus mit 300 Quadratmetern Wohnfläche in der Gemeinde Anzing im Landkreis Ebersberg untergebracht. Sieben Jugendliche ab 12 Jahren wohnen hier überwiegend in Einzelzimmern. Neben dem großen Garten sind großzügige Gemeinschaftsräume sowie Therapie- und Schulräumlichkeiten vorhanden. Trotz der ländlichen, ruhigen Lage gibt es eine gute räumliche Anbindung - Eine Bushaltestelle wenige Minuten zu Fuß ist hierfür erreichbar. Für natur- und erlebnispädagogische Interventionen grenzt der Ebersberger Forst an die Wohngruppe an.

Kontakt:

Nicole Dauner (Bereichsleitung)

Telefon: 089/991920-65

Email: ndauner(at)im-muenchen.de

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