Innere Mission München

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14. Januar 2019

Innere Mission übernimmt Flüchtlingsbetreuung im Landkreis Starnberg

Sozialberatung für 1.500 geflüchtete Menschen / Forderung nach einem besseren Betreuungsschlüssel

Die Innere Mission München übernimmt vom 15. Januar an die Sozialbetreuung der Flüchtlinge im Landkreis Starnberg. Diese Aufgabe hatte bis Ende vergangenen Jahres der Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch“ innegehabt. In den 14 staatlichen Gemeinschaftsunterkünften leben derzeit rund 1.500 geflüchtete Menschen. „Mit der Inneren Mission haben wir einen in der Flüchtlings- und Integrationsberatung sehr erfahrenen Kooperationspartner gewonnen“, freut sich Landrat Karl Roth (CSU).

Die Innere Mission (IM) als größter diakonischer Träger in Oberbayern hat seit der Zeit nach dem 2. Weltkrieg und insbesondere dann seit den 80er-Jahren umfassende Erfahrung in der Betreuung von Flüchtlingen: In München und im Landkreis München betreut sie derzeit in 25 Unterkünften etwa 4.500 Flüchtlinge - vom Ankunftszentrum über Ankereinrichtungsdependancen bis hin zu staatlichen und kommunalen Unterkünften.

Andrea Betz, Leiterin der IM-Abteilung "Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration", freut sich auf die neue Aufgabe, geflüchteten Menschen zur Seite zu stehen und sie in ihren Integrationsbemühungen zu unterstützen. Insbesondere rechnet sie mit einer guten Zusammenarbeit mit den engagierten Helferkreisen und Kirchengemeinden vor Ort: "Wir können auf unsere fundierte Erfahrung und unsere fachlichen Standards zurückgreifen, die sich bislang sehr bewährt haben."

Im Landkreis Starnberg gelte es nun, schnell ein neues Team aufzubauen, das aus insgesamt circa sieben Personalstellen bestehen wird. "Wir starten zuerst mit der Betreuung in Starnberg, Pöcking, Berg und Seefeld; dann bauen wir das Team sukzessive weiter aus."

Aus langjähriger Erfahrung wisse man, dass es für die Flüchtlings- und Integrationsberatung ausreichend Ressourcen braucht, so Betz. Seit der Einführung der neuen Bayerischen Beratungs- und Integrationsrichtlinie (BIR) habe sich der Stellenschlüssel bayernweit leider verschlechtert.

Die Innere Mission appelliert deshalb an die Entscheidungsträger in der Bayerischen Landesregierung, künftig wieder ausreichend finanzielle Mittel für die Flüchtlings- und Integrationsarbeit zur Verfügung zu stellen. Die Diakonie fordert einen Personalschlüssel von 1:150, wie er vor der Einführung der neuen Richtlinie gegolten hatte.

Die Innere Mission München übernimmt ab Mitte Januar 2019 die Sozialberatung für 1.500 geflüchtete Menschen in den 14 staatlichen Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis Starnberg.

Kontakt

  • Andrea Betz
    Leiterin der Abteilung Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration

    Landshuter Allee 40
    80637 München
    Tel.: 089/12 69 91-5101
    abetz(at)im-muenchen.de

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