Innere Mission München

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18. Dezember 2019

Pfarrer Thorsten Nolting wird Vorstand

Der neue Chef der Inneren Mission München leitet derzeit noch die Diakonie in Düsseldorf

Pfarrer Thorsten Nolting aus Düsseldorf wird neuer Chef der Inneren Mission München. Er folgt am 1. Juni auf Günther Bauer, der Ende Februar 2020 in Ruhestand geht. Der 55-jährige Theologe wechselt von seinem derzeitigen Posten als Vorstandsvorsitzender der Diakonie Düsseldorf zum größten diakonischen Träger im Kirchenkreis München und Oberbayern. Diese Personalentscheidung traf der Aufsichtsrat der Inneren Mission bei seiner jüngsten Sitzung Mitte Dezember.

Über seinen bevorstehenden Wechsel sagte Nolting, er gehe schweren Herzens von Düsseldorf, freue sich aber zugleich auf die neue spannende Aufgabe im Süden der Republik: „Die Innere Mission steht für gesellschaftspolitisches Engagement, gute Konzepte und Innovation. Ich freue mich sehr darauf, meine Erfahrungen und Ideen in Zukunft hier einbringen zu können.“ Für die Innere Mission kommentierte Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Bornmüller die Personalentscheidung: „Wir sind hocherfreut, dass wir mit Herrn Nolting einen ausgewiesenen Diakoniefachmann für diese verantwortungsvolle Aufgabe gewonnen haben und sind sicher, dass er die Innere Mission in den nächsten Jahren mit seiner hervorragenden Kompetenz auch weiterhin gut führen wird.“

Diakoniepfarrer Thorsten Nolting ist seit 2002 als Vorstandsvorsitzender der Diakonie in Düsseldorf tätig und seit 2007 zusätzlich Abteilungsleiter Diakonie beim Kirchenkreis Düsseldorf. Er studierte Theologie und Philosophie in Marburg, Berlin, Tübingen und Frankfurt/Main und wurde 1994 Pfarrer der Johannes-Kirchengemeinde Düsseldorf. Dort leitete er acht Jahre lang das Projekt Kirche in der City. Nolting knüpfte in dieser Zeit enge Kontakte zur Düsseldorfer Kunst- und Designszene, erfand das Labor für soziale und ästhetische Entwicklung an der Bergerkirche und brachte mit außergewöhnlichen Aktionen unterschiedlichste Menschen zusammen. Die Diakonie Düsseldorf wuchs unter seiner Leitung zu einem großen sozialen Unternehmen mit rund 2.800 hauptamtlich und 1.600 ehrenamtlich Mitarbeitenden.

Nolting ist derzeit unter anderem Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Düsseldorf, Mitglied des Diakonieausschusses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Familienbildungswerks Düsseldorf und im Vorstand des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die spitzenverbandliche Vertretung und Leitung der Bezirksstelle München des Diakonischen Werkes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern übernimmt vom 1. März an die Sozialpädagogin Andrea Betz. Die 40-Jährige leitet bei der Inneren Mission die Abteilung “Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration” und hat zudem seit dem 1. Oktober 2019 die Rolle der Sprecherin der sechs Münchner Wohlfahrtsverbände übernommen.

Der Geschäftsbereich München der Inneren Mission beschäftigt in rund 120 Einrichtungen derzeit etwa 3.000 Mitarbeitende; außerdem engagieren sich rund 2.000 Menschen ehrenamtlich. Der diakonische Träger betreibt zahlreiche Pflegeheime, Kindertagesstätten und Jugendhilfeeinrichtungen, ist in der Flüchtlingsarbeit und Beratungstätigkeit engagiert sowie im Bereich der Sozialpsychiatrie und Obdachlosenarbeit. Gemeinsam mit dem Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk ist die Innere Mission zudem Träger des Integrationsbetriebs diakonia mit zahlreichen Beschäftigungsangeboten. Zur Inneren Mission Gruppe gehört als zweiter Geschäftsbereich das Diakoniedorf Herzogsägmühle in Schongau/Peiting. Die Innere Mission München ist damit der drittgrößte diakonische Träger in Bayern nach Diakoneo in Neuendettelsau und der Rummelsberger Diakonie.



Pfarrer Thorsten Nolting

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