Innere Mission München

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13. Mai 2020

"Sie haben immer die richtigen Fragen gestellt"

Sabine Lindau wechselt nach knapp 20 Jahren in den Vorstand des Diakonischen Werks in Bayern

Nach knapp zwanzig Jahren in verschiedenen Funktionen bei der Inneren Mission München (IM) rückt Sabine Lindau zum 1. Juni in den Vorstand der Diakonie Bayern auf.

Die 54-jährige Theologin und Betriebswirtin ist in ihrer neugeschaffenen Position künftig neben der landesverbandlichen Vertretung für die Bereiche Integration, Migration und Flüchtlingshilfe sowie für Kinder, Jugendliche Familien und Frauen zuständig.

Bei ihrer Verabschiedung bezeichnete IM-Vorstand Hans Rock sie als Multitalent, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten bei der Inneren Mission viele Dinge maßgeblich mit aufgebaut habe: "Sie waren bei allen Projekten stets zu hundert Prozent engagiert." Begonnen hatte Lindau ihre Tätigkeit im Oktober 2000 als Assistentin des Vorstands, war dann als Abteilungsleiterin unter anderem für die Bereiche Ehrenamt und Fortbildung zuständig, bis sie dann 2003 die Abteilung Sozialpsychiatrie und Gesundheit übernahm. Des Weiteren widmete sie sich dem Qualitätsmanagement innerhalb der Organisation. Seit 2011 war sie Geschäftsführerin der Bezirksstelle München und sammelte Erfahrung in der Spitzenverbandsarbeit auf Bezirks- sowie Kommunalebene. Rock lobte sie für ihre stets angenehme und verlässliche Zusammenarbeit: "In all den Jahren haben Sie die wunderbare Fähigkeit gehabt, immer die richtigen Fragen zu stellen."

Lindau selber bezeichnete ihre Tätigkeit bei der Inneren Mission als "außergewöhnlich": "Es war eine sehr intensive Zeit, in der es nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen gab." Etwa, als entschieden werden sollte, von welchen Einrichtungen man sich aus finanziellen Gründen trennen musste. Wichtig sei ihr stets gewesen, "auf Augenhöhe" mit den Kollegen, Mitarbeitenden und externen Kooperationspartnern in unterschiedlichen Gremien zusammenzuarbeiten. Angesichts der aktuellen Corona-Krise beobachte sie erfreut, welche Berufe jetzt als systemrelevant eingestuft werden und nun die Wertschätzung erhielten, die ihnen gebührt. "Es ist ein bisschen kurios - aber dieses Virus hat nicht nur Negatives verstärkt, sondern auch positive Veränderungen gebracht. Ich hoffe und wünsche, dass dieser positive Trend auch anhält."

Zum Abschied überreichte ihr Vorstand Hans Rock ein Bild der griechisch-ägyptischen Künstlerin Hariclia Walter-Venios, das in der Sozialpsychiatrischen Tagesstätte in Ebersberg entstanden ist.

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