Innere Mission München

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01. April 2020

Soforthilfe für obdachlose Menschen

Rudolf-Moshammer-Verein und andere Organisationen unterstützen das Evangelische Hilfswerk

Die Corona-Krise ist für wohnungslose Menschen besonders schwierig zu bewältigen: Viele Tagesaufenthalts- und Versorgungsangebote, bei denen sie sonst Unterstützung finden, können ihre Dienste nur noch eingeschränkt anbieten. Trotzdem leben nach wie vor Menschen in München auf der Straße, die die vorhandenen Hilfeangebote aus unterschiedlichen Gründen nicht annehmen – oft spielen dabei soziale Schwierigkeiten oder auch psychische Beeinträchtigungen eine Rolle.

"Um diesen Menschen unbürokratisch und angemessen zu helfen, brauchen unsere Streetworker derzeit vermehrt Schlafsäcke, Kleidung, Hygienematerialien und auch Essen, das sie direkt an Obdachlose in Not ausgeben können", erklärt Christof Lochner, stellvertretender Leiter des Tagesaufenthalts und der Streetwork bei der Teestube "komm".

Es gehe darum, die Menschen so zu versorgen, dass sie an ihren Schlafstellen bleiben können, um unnötige Bewegungen in der Stadt zu verhindern – genauso wie sich andere Münchner derzeit in ihren Wohnungen aufhalten. "Uns ist aber mindestens ebenso wichtig, die große Not zu lindern, die durch die Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben in München verstärkt wird", betont Lochner.

Die Rudolph-Moshammer-Stiftung "Licht für Obdachlose" hat dem Evangelischen Hilfswerk München darum spontan eine Spende in Höhe von 5000 Euro zugesagt. Damit können die Streetworker der Teestube "komm" obdachlosen Menschen direkt an ihren Aufenthaltsorten auf der Straße helfen. Die Stiftung unterstützt mit ihren Mitteln aber auch die Arbeit im Tagesaufenthalt der Teestube "komm". Dieser ist während der aktuellen Infektionslage weiter für hilfebedürftige Menschen geöffnet. Mitarbeitende wie auch Besucher der Teestube sind äußerst dankbar für die durch die großzügige Spende ermöglichte Hilfe.

Auch andere Akteure haben sich für eine schnelle, unkomplizierte Hilfe entschieden:

Schon seit vielen Jahren unterstützt Hilf Mahl! München die Angebote des Evangelischen Hilfswerks für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Auch in der Corona-Krise steht der Verein weiter an der Seite des EHW und hat bereits eine Spende zugesagt.

Der Lions Club München-Multinational spendet 400 Handtücher für die Versorgung der Menschen, die derzeit in der Bayernkaserne unterkommen. Das Unternehmen WeWash unterstützt die Arbeit des Evangelischen Hilfswerk dort zudem mit der Spende einer Waschmaschine und eines Wäschetrockners.

Die Stadt München hat in Kooperation mit dem Evangelischen Hilfswerk den Übernachtungsschutz in der Bayernkaserne in der Corona-Krise schnellstmöglich geöffnet und so eine Aufenthaltsmöglichkeit in den Tagesstunden für alle Bedürftigen geschaffen.

 "Wir sind allen Gebern sehr dankbar, für ihre tatkräftige und unbürokratische Unterstützung", erklärt Anton Auer, der als Bereichsleiter beim Evangelischen Hilfswerk für die Unterbringung obdachloser Menschen zuständig ist.

Die Teestube "komm" ist auch in der Corona-Zeit weiter für wohnungslose Menschen da.

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