Innere Mission München

  • A
  • A
  • A
20. Januar 2020

Stabwechsel an der Spitze des Pflegezentrums Eichenau

Susanne Brenner folgt auf Dirk Spohd

Nach fast 15 Jahren an der Spitze des Evangelischen Pflegezentrums in Eichenau hat Heimleiter Dirk Spohd jetzt innerhalb der Hilfe im Alter eine neue Position übernommen: Seit Anfang des Jahres ist der 49-Jährige Geschäftsführer der gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Inneren Mission, die im Münchner Umland zehn stationäre Pflegeeinrichtungen betreibt und rund 1.400 Mitarbeitende beschäftigt.

Bislang hatte der Diplom-Sozialpädagoge, der zudem noch über einen Abschluss als Betriebswirt VWA verfügt, bei dem diakonischen Träger – neben seiner Tätigkeit als Heimleiter – schon die Funktion eines Prokuristen innegehabt. Neue Heimleiterin wird Susanne Brenner, die seit fast zehn Jahren im Haus als Pflegedienstleitung und stellvertretende Heimleiterin tätig ist. Neue Pflegedienstleitung wird Annemarie Daffner.

Bei der Stabübergabe in der vollbesetzten Cafeteria des Pflegezentrums sagte Erster Bürgermeister Peter Münster (FDP), das Haus sei unter seiner Ägide ein "Kulminationspunkt von Ideen" geworden. So habe man in gemeinsamer Verantwortung einen Runden Tisch zur Koordination der gemeindlichen Seniorenangebote ins Leben gerufen. Dies sei "regelrecht ein Erfolgsmodell" geworden, wodurch die Gemeinde zukunftsgerecht aufgestellt sei, so Münster. Der Bürgermeister hob hervor, dass er die Entstehung des Pflegezentrums seit den ersten Planungen im Gemeinderat mitverfolgt habe. Dass es so erfolgreich werden würde wie es jetzt ist, habe sich damals keiner vorstellen können. Und wörtlich: "Immer, wenn ich hierher komme, habe ich das Gefühl, dass sich die Menschen zu Hause fühlen."

Günther Bauer, Vorstand der Inneren Mission München, gab seiner Freude Ausdruck, dass der Wechsel an der Spitze des Pflegezentrums innerhalb des Hauses erfolge. Dies sei ein großartiges Ergebnis der internen Qualifizierung und Mitarbeiterbindung. Und da Spohd in der Geschäftsführung künftig auch für das Haus in Eichenau Verantwortung trage, sei die Kontinuität gewahrt. Die Errichtung des Pflegezentrums vor gut 15 Jahren bezeichnete er als "eine Erfolgsgeschichte in jeder Hinsicht". Gleichzeitig wies Bauer auf die anhaltenden Defizite in der politischen Debatte hin: Solange die Kosten für die Pflege nicht solidarisch getragen werden wie beispielsweise bei der Krankenversicherung, "wird da auch keine Ruhe einkehren."

Geschäftsführer Gerhard Prölß von der Hilfe im Alter sagte, er sei glücklich, dass er Dirk Spohd vor nahezu 20 Jahren "sozusagen als Rohdiamanten" eingestellt habe. Die Veränderung an der Heimspitze jetzt sei "keine schlagartige Veränderung, sondern eine fließende Weiterentwicklung". Die Leistung des bisherigen Heimleiters und seines Teams sei "hervorragend", so Prölß. "Das Haus ist kein abgeschiedenes Pflegeheim, sondern gut vernetzt nach draußen."

Spohd selber legte in seiner Rede Wert darauf, dass alles, was in dem Haus passiere, "keine Einzelleistung ist, sondern eine Gemeinschaftsleistung". Er sei seinem Arbeitgeber sehr dankbar für das Vertrauen, das man ihm stets geschenkt habe. "Vertrauen und Glauben können magische Kräfte entfalten", sagte er und wies zudem auf die flachen Hierarchien und die familiäre Atmosphäre hin. In Eichenau sei das Haus getragen von vielen gemeinsamen Händen: So kommen seit 15 Jahren Kindergartenkinder zu runden Geburtstagen und singen den Senioren ein Glückwunschständchen; die katholische Kirche hat einen Teil der Kapelle bezahlt. All das sei "ein Traum" rief er aus.

Gemeinsam im Team sei im Lauf von zwei Jahren die Vision "Wir in Eichenau" entwickelt worden, die eine Handlungsanleitung aus diakonischem Selbstverständnis heraus beschreibe. Spohd zitierte daraus in Auszügen, was "Mission Menschlichkeit" für die Mitarbeitenden im Heim konkret bedeute: "Ein paar Minuten für den, der Verständnis braucht. Ein freundliches Gesicht für den, der uns begegnet. Ein Gruß für jeden, ohne aufdringlich zu sein. Eine Umarmung für den, der traurig und belastet ist. Ein Wort der Anerkennung, wenn etwas gut gelungen ist. Ein Blick des Mitgefühls für den, der Leid trägt."

Klaus Honigschnabel

Stabwechsel im Pflegezentrum Eichenau
Stabwechsel im Pflegezentrum Eichenau: Annemarie Daffner, Dirk Spohd, Gerhard Prölß und Susanne Brenner (v.l.). Foto: Klaus Honigschnabel

Kontakt

  • Dirk Spohd, Geschäftsführer
    Hilfe im Alter

    Landshuter Allee 40
    80637 München
    Tel.: 08141/36 38 012
    dspohd(at)im-muenchen.de

Seite drucken