Innere Mission München

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01. Oktober 2019

Nächstenliebe 4.0: „Die Schere im Kopf überwinden“

Innere Mission schreibt Karl-Buchrucker-Preis aus / Insgesamt 11.000 Euro Preisgeld

Zum zwanzigsten Mal schreibt die Innere Mission München, der größte evangelische Rechtsträger diakonischer Arbeit im oberbayerischen Raum, den Karl-Buchrucker-Preis aus.

Prämiert werden Beiträge aus den Bereichen Print, Hörfunk, Fotografie und Fernsehen bzw. Video-Produktionen sowie journalistische Formen aus dem Internet. Der diakonische Träger lobt auch wieder einen speziellen Themen-Preis aus, dessen Fokus in diesem Jahr auf Taten aktiver Nächstenliebe liegt.

Neben dem mit 5.000 Euro dotierten Karl-Buchrucker-Preis gibt es einen Förder-Preis für junge Journalisten sowie den Themen-Preis, die beide mit je 3.000 Euro dotiert sind. Ziel des Preises ist es, den Stellenwert sozialer Arbeit in der Öffentlichkeit zu fördern. Prämiert werden journalistische Beiträge, die sich in besonderer Weise mit sozialen und diakonischen Themen beschäftigen. Namhafte Experten aus den Bereichen Publizistik, Kunst, Kirche und Medien bilden die Jury.

Pfarrer Günther Bauer, Vorstand der Inneren Mission München, hofft auf zahlreiche Bewerbungen in den verschiedenen Kategorien: „Zum einen möchten wir mit dem Karl-Buchrucker-Preis gezielt den Nachwuchs fördern und zum anderen auf an sich wichtige Themen aufmerksam machen, die im journalistischen Tagesgeschäft aber leider oft untergehen.“ Insgesamt hoffe die Jury nun auf „viele Bewerbungen mit ungewöhnlichen Themen, Formen und Formaten“.

Als besonders wichtig erachtet Bauer die Frage, wie sich im digitalen Zeitalter Taten von Nächstenliebe identifizieren lassen. Besonders spannend sei das, „weil ja nicht nur anerkannt gute Menschen auch gute Taten tun“. Auch in der Bibel dienten „outcasts, schlecht Beleumundete und sogar Verbrecher als Vorbilder für Glauben und Tun“, so der Pfarrer. Es gelte deshalb, „die Schere im Kopf zu überwinden und auch mit denen zu reden, die einem politisch vielleicht nicht so zu Gesichte stehen“. Bauer wörtlich: „Nächstenliebe im digitalen Zeitalter ist nicht glatt und einfach, sondern oft auch vielschichtig und kompliziert.“ Er freue sich auf Berichte und Reportagen, in denen genau das Brüchige und Vexierbildhafte von Nächstenliebe 4.0 deutlich werde.

Eingereicht werden können Beiträge aus den Bereichen Print, Hörfunk, Video, Neue Medien, dokumentarische Fotografie sowie Fernsehen, die einen Bezug zu München, dem Sitz der Inneren Mission, haben müssen (Ort der Handlung bzw. der Ausstellung, Sitz von Verlag oder Sender, etc.). Einsendeschluss ist der 10. Januar 2020; die Beiträge müssen im Jahr 2019 veröffentlicht worden sein. Für den Förder-Preis gilt aktuell der Geburtsjahrgang 1986 als Obergrenze. Die Preisverleihung findet am 23. März 2020 statt.

Weitere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten unter Telefon: 089 / 12 69 91-121 oder im Internet unter www.karl-buchrucker-preis.de. Bewerbungen an: Innere Mission München, Karl-Buchrucker-Preis, Landshuter Allee 40, 80637 München.

Kontakt

  • Dr. Günther Bauer
    Vorstand, Innere Mission München

    Landshuter Allee 40
    80637 München
    Tel.: 089/12 69 91-111
    drbauer(at)im-muenchen.de

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