Innere Mission München

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Ort der Solidarität, Toleranz und Menschlichkeit

Das Lighthouse Welcome Center ist an einen neuen Standort umgezogen

Das im Dezember 2014 eröffnete Lighthouse Welcome Center wurde jetzt an einem neuen Standort in der Bayernkaserne wieder eröffnet: Da die Einrichtung keine Erstaufnahme mehr ist, sind die Lighthouse-Ehrenamtlichen jetzt da für die Menschen, die in den städtischen dezentralen Unterkünften leben.

Das sind in der Regel Flüchtlinge, die das Asylverfahren durchlaufen oder anerkannt sind und keine Wohnung finden. Die meisten bleiben mehrere Monate bis Jahre dort, besuchen Kurse, gehen einer Ausbildung oder Arbeit nach und sprechen schon ganz gut Deutsch.

Damit haben sich auch die Ziele und Inhalte des von der Inneren Mission, der Lichterkette e. V. und Ingvild Goetz Philantrophy getragenen Lighthouse Welcome Centers verändert: "Es geht nicht mehr nur um ein Lächeln als freundliche Geste des Willkommens und um erste Hinweise, sondern um tiefergehende Kontakte", sagt Myriam Brock vom Vorstand der Lichterkette. Die Ehrenamtlichen hätten zudem jetzt mehr Gelegenheit für längere und intensivere Gespräche, um deutsche Konversation zu üben, alltagspraktische Informationen zu geben oder einfach mal zuzuhören. "Gerade das erleben Flüchtlinge in ihrem Alltag leider viel zu selten." Derzeit leben auf dem Gelände im Münchner Norden etwa 600 Menschen; das Lighthouse ist für sie so etwas wie ein Freizeittreff geworden.

Stadtrat Marian Offman (CSU) überbrachte bei der kleinen Feier Ende Oktober die Grüße von OB Dieter Reiter sowie des gesamten Münchner Stadtrats. Insbesondere lobte er den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen: "Wir sind unendlich dankbar für das, was Sie hier tun."

Andrea Betz, Leiterin der Abteilung Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration bei der Inneren Mission, sagte, der Treffpunkt stehe für "Solidarität mit den Geflüchteten, Toleranz und Menschlichkeit". Exemplarisch berichtete Adnan Albash von seinen ersten Erlebnissen in der Bayernkaserne, nachdem er dem Krieg in Syrien entkommen war. "Hier war mein Fenster zur Welt", sagte er in nahezu akzentfreiem Deutsch und in oktoberfesttauglicher Ausstattung. Medizin will er jetzt studieren - und dann wieder in seine Heimat gehen "und unser Land aufbauen." Weitere Infos gibt es unter www.lighthouse-welcome.org

Klaus Honigschnabel

Lighthouse Welcome Center mit Team
Das Lighthouse Welcome Center ist an einen neuen Standort umgezogen
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