Innere Mission München

  • A
  • A
  • A

Was hat der kleine Terrier in der Weihnachtskrippe verloren?

Wuff, wuff? Amen!

Manchmal kommen Pfarrer auf komische Ideen… Rainer Liepold ist Pfarrer im Evangelischen Pflegezentrum Lore Malsch. In diesem Beitrag erinnert er sich an seinen Ausbildungspfarrer, Hartmut Böhme. Denn der ließ für die Krippe in der Kirche noch eine zusätzliche Figur anfertigen lassen. Auf seine eigenen Kosten.

Diese Figur stellte seinen Hund „Aki“ dar, einen anhänglichen, kleinen Terrier. „Aki“ wurde dann zwischen den Hirten platziert. Und seitdem sitzt er in einer Krippe, die im Advent täglich von hunderten Touristen besucht wird, weil sie Teil des berühmten „Bamberger Krippenweges“ ist.

Pfarrers kleiner Terrier neben dem Christkind? Also echt!!! Das fand ich skurril, …und auch ein bisschen befremdlich… – bis ich in einer Andacht miterlebt habe, warum mein Lehrmeister dies getan hat.

„Die Weihnachtskrippe ist eine Einladung, dass auch wir heute Teil des Geschehens werden“, erklärte er: „Ich wünsche mir immer, dass wir Heutigen genauso staunend und berührt neben dem Christkind stehen, wie die Hirten und die drei Weisen es damals taten. Aber ich habe mich nicht getraut, mich selber mit hinein zu nehmen in diese Szene. Denn mit meiner Gelehrtenbrille und meinem rosigen Gesicht sehe ich ja gar nicht so aus, wie die Hirten damals ausgesehen haben. Deswegen habe ich stattdessen meinen Hund „Aki“ mit in die Weihnachtskrippe genommen…“

Der Terrier „Aki“ erinnert also daran, dass die alte Botschaft uns heute genauso gilt, wie sie den Menschen damals galt. Seit ich das verstanden habe, sehe ich „Aki“ mit besonderer Freude in der Weihnachtskrippe sitzen. Und mir bleibt, Ihnen als Zweibeinern zu wünschen, dass Sie ein Christfest erleben, durch das der Mensch gewordene Gott Sie so berührt, als wären Sie damals dabei gewesen!

Seite drucken