Innere Mission München

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28. Januar 2020

Werke der Barmherzigkeit in der Praxis

Regionalbischof Christian Kopp lobt die Arbeit der Inneren Mission

Christian Kopp, neuer Regionalbischof von München und Oberbayern, zeigt sich bei seinem Antrittsbesuch beeindruckt von der Professionalität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Inneren Mission: "Man merkt: Da ist ungeheuer viel Herz dabei, aber auch enorme Sachkenntnis", so Kopp.

Er informierte sich in Begleitung von Vorstand Günther Bauer und Andrea Betz, Leiterin der Abteilung Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration, über verschiedene Einrichtungen auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne.

Bei seiner ersten Station, dem Ankunftszentrum für Flüchtlinge an der Maria-Probst-Straße, begleitete ihn auch Regierungsvizepräsident Walter Jonas. Mitarbeiterinnen aus dem mehrsprachigen Team der Inneren Mission berichteten von ihrem Alltag mit den geflüchteten Menschen, die gerade in München ankommen.

"Hier prallen soziale und hoheitliche Aufgaben aufeinander", schildert Andrea Betz. Das sei eine Situation, die für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter oft nicht einfach sei. "Auch wenn wir und die Regierung von Oberbayern manchmal unterschiedliche Positionen haben, arbeiten wir hier operativ eng zusammen", so Betz.

Bei der Sozialarbeit im Ankunftszentrum sei es wichtig, "spezielle Schicksale" wie schwangere Frauen oder Menschen mit Behinderung zu identifizieren, die einen besonderen Hilfebedarf hätten, so Betz. Außerdem gehe es darum, für die Geflüchteten Transparenz zu schaffen, was im Ankunftszentrum geschieht, etwa warum sie fotografiert oder ihre Fingerabdrücke abgenommen werden.

Im Anschluss besuchte Kopp das Lighthouse Welcome Center. Hier können Geflüchtete bei einem Becher Tee mit geschulten Ehrenamtlichen ins Gespräch kommen. "Das ist ein ungeheuer niederschwelliges Angebo", stellte der Regionalbischof fest.

Im Haus 12 in der Bayernkaserne befinden sich sowohl eine Unterkunft für Geflüchtete als auch der Übernachtungsschutz für wohnungslose Menschen. Hier konnte sich Kopp ein Bild von den vielfältigen Aufgaben der Asylsozialberatung und den Wohnverhältnissen machen. Zudem informierte er sich über die Finanzierung der Arbeit.

Anton Auer, Bereichsleiter beim Evangelischen Hilfswerk, erklärte, dass der Übernachtungsschutz für bis zu 850 Personen in Deutschland einzigartig sei und von der Landeshauptstadt finanziert werde.

"Ich habe heute reichlich Werke der Barmherzigkeit in der Praxis gesehen", resümierte Christian Kopp zum Ende seines Besuchs. Diese umzusetzen, sei auch in einer "sehr, sehr reichen Stadt" wie München eine Daueraufgabe. Eine Frage, die ihn beschäftige, sei: "Wie kriegen wir da eine sichere Finanzierung her?" Für alle Menschen, die im sozialen und diakonischen Bereich tätig seien, sei das eine Hauptherausforderung, meinte Kopp.

Kontakt

  • Dr. Günther Bauer
    Vorstand, Innere Mission München

    Landshuter Allee 40
    80637 München
    Tel.: 089/12 69 91-111
    drbauer(at)im-muenchen.de

  • Andrea Betz
    Leiterin der Abteilung Hilfen für Flüchtlinge, Migration und Integration

    Landshuter Allee 40
    80637 München
    Tel.: 089/12 69 91-5101
    abetz(at)im-muenchen.de

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