Innere Mission München

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Wieder an der Seite geflüchteter Kinder und Jugendlicher

Unterstützungsangebote der IMM haben wieder Zugang zu staatlichen Gemeinschaftsunterkünften

Nach siebenwöchiger Pause können die Mitarbeiterinnen der Unterstützungsangebote wieder in staatliche Gemeinschaftsunterkünfte zurückkehren und dort ihre Arbeit tun.

Abteilungsleiterin Andrea Betz kommentiert diesen Schritt: "Wir freuen uns, dass wir geflüchteten Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern mit unseren pädagogischen Angeboten endlich wieder zur Seite stehen können." Neben den Mitarbeitenden der Flüchtlings- und Integrationsberatung sind ab heute zudem auch die Mitarbeitenden der Unterstützungsangebote in den sieben staatlichen Gemeinschaftsunterkünften wieder im Einsatz. Für den Zutritt zu den Ankereinrichtungen gibt es auch schon ein positives Signal von Seiten der Regierung von Oberbayern.

Am 26. März hatte das Bayerische Innenministerium aufgrund der Corona-Pandemie ein Zutrittsverbot für die Beratungskräfte erteilt. Andrea Betz: "Die Innere Mission will gerade in der Krise an der Seite der Menschen sein; deshalb konnten wir ein vollständiges Zutrittsverbot nicht akzeptieren." Auf einen entsprechenden Antrag hin erhielt die Innere Mission bereits am 31. März eine Ausnahmegenehmigung für einen eingeschränkten Zutritt der Flüchtlings- und Integrationsberatung in den Unterkünften. Nun erteilte die Regierung von Oberbayern eine weitere Ausnahmegenehmigung, wonach die Teams der Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche von heute an wieder Zutritt zu den Unterkünften haben – unter Einhaltung der derzeit geltenden Hygienevorgaben.

Geflüchtete Kinder beim Home-Schooling unterstützen

Nach Aussage von Andrea Betz gehe es jetzt vorwiegend darum, nach dem Wohl der Kinder und Eltern zu sehen – natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand. "Wichtig ist jetzt, die Kinder beim Home-Schooling zu unterstützen. Digitales Arbeiten ist für die meisten Kinder und Jugendlichen in den Unterkünften nicht möglich." Meist mangele es an stabilem W-LAN; zudem hätten die wenigsten Familien eine brauchbare Computer-Ausstattung.

Deshalb kritisiert Betz auch die Restriktionen, die während der Coronazeit den Zugang zu Bildung für die Kinder und Jugendlichen in den prekären Wohnformen sehr eingeschränkt hätten: "Je länger der Zugang zu den Regeleinrichtungen fehlt, umso größer wird ihr Defizit." Der persönliche Kontakt zu den Lehrkräften und den pädagogischen Teams fehle hier besonders. Wichtig sei es nun auch, die Eltern bei Erziehungsfragen und die Kinder und Jugendlichen bei der Rückkehr in die Regelangebote zu unterstützen. Die Unterstützungsangebote für begleitet geflüchtete Kinder und Jugendliche finanziert die Landeshauptstadt München.

Klaus Honigschnabel

Team zur Unterstützung geflüchteter Kinder mit Spielzeug
Mitarbeitende der Inneren Mission München haben ab heute wieder Zutritt zu staatlichen Gemeinschaftsunterkünften, um dort geflüchtete Kinder und Jugendliche zu unterstützen. Foto: Erol Gurian
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